Familienausflüge mit Kindern verlaufen in der Regel problemlos, wenn der Tag einen klaren Ablauf hat. Die meisten Stresssituationen resultieren aus kleinen Unannehmlichkeiten: lange Strecken ohne Unterbrechung, ungelegte Hungerzeiten oder Unklarheiten, wo man sich treffen sollte. Mit wenigen Routinevorschlägen lässt sich der Tag so gestalten, dass Kinder mehr Freiraum genießen können, während Erwachsene nicht das Gefühl haben, ständig „auf Sicht“ navigieren zu müssen.
Orientierung im Trubel: Treffpunkte und Mini Regeln
Kinder verlieren Erwachsene nicht nur, weil sie weglaufen. Oft genügt schon ein kurzer Moment, in dem man sich beim Fotografieren, an der Kasse oder am Eisstand ablenkt. Daher helfen einfache Regeln, die Kinder leicht verstehen können, ohne dass es zu stressigen Situationen kommt.
Ein fester Treffpunkt ist der erste und wichtigste Schritt. Im Freizeitpark könnte das der Eingang zu einer Attraktion sein, im Zoo ein auffälliges Schild, und am Strand eine bestimmte Strandnummer oder ein markanter Rettungsturm. In der Stadt kann man sich gut auf einen Platz wie den Brunnen oder die nächste Ecke einigen. Wichtig ist, dass man sich an diesen Platz vorher verabredet und nicht erst im Notfall.
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Eine einfache Regel dazu, die man einmal übt: Wer die Begleitperson nicht sieht, bleibt stehen und schaut umher. Dann geht er zum letzten Ort zurück, wo er sicher war, dass die Begleitperson dort war. Man kann sich das gut merken und verhindert so, dass beide in entgegengesetzte Richtungen loslaufen.
Kontaktlösungen, die unterwegs klappen
Auch wenn man eine gute Aufsicht hat, wird es manchmal nötig sein, Hilfe zu holen, etwa wenn das Kind sich nicht verständlich machen kann oder wenn man keine gemeinsame Sprache hat. Hier helfen Lösungen, die schnell und ohne Technik einsichtig sind. Eine Möglichkeit ist ein personalisiertes SOS-Armband mit Gravur, auf dem Name und Telefonnummer stehen. Praktisch ist das vor allem in Umgebungen mit Wasser oder viel Bewegung, also am Strand, im Poolbereich, im Freizeitpark oder beim Stadtbummel.
Wenn das Kind ein solches Armband tragen möchte, misst man das Handgelenk am besten mit Maßband oder einem Faden aus und gibt je nach Alter etwa 1,5 cm bis 2 cm Spielraum. Für Reisen ins Ausland ist es auch besser, gleich die Telefonnummer mit Ländervorwahl drauf drucken zu lassen.
Strand, Freizeitpark, Stadt
Am Strand legt man seinen Platz am besten gut sichtbar fest, durch ein bestimmtes Handtuch, einen bunten Schirm oder eine Strandnummer. Man nutzt die Gelegenheit dazu, mit den Kindern zu schauen, was rechts und links ist und wo der nächste Rettungsturm ist.
Im Freizeitpark bestimmt man die Reihenfolge der Attraktionen, die man nacheinander besuchen will. Am Anfang die „wichtigen“, dann den Rest. Bei einer festen Pausen legt man einen Punkt fest, zu dem man zurückkehrt, und sucht nicht bei jeder neuen Pause den Platz neu.
In der Stadt achtet man auf das Tempo. Kurze Abschnitte, kleine Ziele, viel sehen. Auch die Kinder sollen an Aufgaben beteiligt werden: Wer findet den nächsten Wegweiser? Wer sieht die nächste Ampel? Wer entdeckt einen neuen Weg? In Fußgängerzonen oder anderen belebten Straßen hilft es, die Handregel zu bestimmen, ohne ständig ziehen und zerren zu müssen.
